Georgien und Armenien kombiniert: 14-tägiger Kaukasus-Rundweg
14 days

Georgien und Armenien kombiniert: 14-tägiger Kaukasus-Rundweg

Zwei Länder, eine uralte Kultur, eine Reise

Georgien und Armenien sind natürliche Reisegefährten. Beide sind alte christliche Nationen mit tief verwurzelten Essen- und Weinkulturen, beide sind gebirgig und landschaftlich spektakulär, beide öffnen sich zunehmend dem Tourismus, und beide werden deutlich zu wenig besucht im Verhältnis zu ihrem intrinsischen Interesse. Sie teilen eine Landgrenze am Übergang Bavra–Bagratashen (ca. 3 Stunden südlich von Tiflis mit dem Auto), was eine Überlandrunde zwischen ihnen völlig praktikabel macht.

Wichtig: Georgien und Armenien haben beide umfangreiche 365-Tage-Visafreiheitspolitiken für die meisten westlichen Passinhaber – der Grenzübertritt ist schlicht eine Frage, den Pass vorzuzeigen und in der Schlange zu warten.

Dieses 14-Tage-Programm teilt sich grob in je 7 Tage pro Land auf.

Tage 1–2: Tiflis – Einführung in Georgien

Ankunft in Tiflis. Zwei Tage für die georgische Hauptstadt: Altstadt, Schwefelbäder, Mzcheta, Weinbars, Märkte. Siehe unser detailliertes 7-Tage-Programm für die Programmgestaltung.

Tag 3: Kasbegi – der Kaukasus-Bergzenit

Der nördliche Bergtagsausflug – Ananuri, Gudauri, Gergeti-Dreifaltigkeitskirche-Wanderung. Das visuelle Erlebnis setzt einen Maßstab für die kaukasische Berglandschaft, den Armeniens Tieflandschaften ergänzen statt übertreffen werden.

Kasbegi- und Gergeti-Tagesausflug ab Tiflis buchen

Tag 4: Kachetien – Weinland

Fahrt ostwärts zum Weinprobieren in Kachetien – 2 oder 3 Weingutsbesuche, Signagi und die Alazani-Tal-Landschaft. Rückkehr nach Tiflis zur Übernachtung.

Kachetien-Weinregion-Tour buchen

Tag 5: David Gardscha und Südgeorgien

Morgens David Gardscha – das Wüstenfelskloster und die Regenbogenberg-Wanderung. Dies ist das natürliche geologische und kulturelle Eingangstor zur armenischen Grenze – die südliche Landschaft Georgiens wird zunehmend trockener und offener, je mehr man sich der Grenze nähert.

Fahrt südlich von David Gardscha Richtung Grenzstadt Marneuli, weiter zum Grenzübergang Bagratashen. Abendlicher Grenzübertritt nach Armenien. Fahrt nach Eriwan (45 Minuten von der Grenze). Übernachtung Eriwan.

Tage 6–7: Eriwan – die Rosastadt

Eriwan, Armeniens Hauptstadt, ist eine kompakte, fußläufige Stadt, die aus vulkanischem rosa Tuffstein gebaut wurde – daher der Spitzname „Rosastadt”. Der Kontrast zu Tiflis ist aufschlussreich: Eriwan ist in seiner Architektur persisch-beeinflusster, in seiner Cafékultur nahöstlicher und im Stadtgrundriss allgemein geordneter.

Tag 6: Platz der Republik (der prächtige sowjetische Zentralplatz), die Kaskade (ein monumentales Treppenhaus-Galerie-Komplex mit Aussichten über die Stadt und den Ararat), der Vernissage-Freiluftmarkt (der beste Souvenirmarkt Armeniens – Teppiche, sowjetische Devotionalien und Handwerksarbeiten). Abends: eine Weinbar für armenische Weine (armenischer Wein ist technisch gesehen älter als georgischer – eine andere Tradition, die es wert ist zu erkunden).

Tag 7: Das Armenische Genozid-Gedenkmal und -Museum (ein tiefgründiger und wichtiger Besuch zum Verständnis der armenischen Geschichte und Identität). Die Matenadaran-Handschriftenbibliothek (außergewöhnliche Sammlung illuminierter mittelalterlicher Handschriften). Abends: Abendessen im trendigen Nordring und dem umliegenden Restaurantviertel.

Tag 8: Garni und Geghard – das antike Armenien

Eine halbstündige Fahrt östlich von Eriwan bringt zu den zwei wichtigsten antiken Stätten Armeniens.

Garni-Tempel: Ein perfekt erhaltener griechisch-römischer heidnischer Tempel aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. – der einzige vorchristliche Tempel, der in der gesamten ehemaligen Sowjetunion erhalten geblieben ist. Die Bergschluchtenumgebung verleiht dramatische Schönheit.

Geghard-Kloster: Ein UNESCO-Welterbe-Mittelalterklosterkomplex (12.–13. Jahrhundert), der teilweise in die Bergklippe gehauen ist – ein direktes visuelles Echo zu Georgiens David Gardscha. Die Kirchenakustik ist außergewöhnlich; bei Glück kann man mönchischen Gesang im Innern hören.

Rückkehr nach Eriwan für die Nacht.

Tag 9: Sevan-See und das armenische Bergland

Der Sevan-See ist einer der größten Hochgebirgsseen der Welt – 1.900 m über dem Meeresspiegel, intensiv blau, von den armenischen Hochebenen umgeben. Die Fahrt von Eriwan dauert etwa 1 Stunde.

Das Sewanawank-Kloster auf einer Halbinsel, die in den See ragt (9. Jahrhundert), ist eines der großen Bilder Armeniens – rotsteinige Kirchen an einem Seeufer auf einem Vorgebirge vor dem Kaukasus-Hintergrund. Fischessen in einem der Seerestaurants: Sevan-Forelle (Ischkhan) ist Armeniens Nationalgericht, ganz gegrillt oder in einem Tontopf gebacken.

Rückkehr über die Bergstraße durch Dilidschan (Armeniens attraktivste Bergstadt, bekannt für Mineralquellen und sowjetische Sanatorien) für eine zusätzliche malerische Route.

Tag 10: Khor Virap und Ararat-Aussichten

Fahrt südlich von Eriwan nach Khor Virap – ein Kloster aus dem 5. Jahrhundert am Fuß des Ararat. Das Kloster ist bedeutsam als der Ort, wo Gregor der Erleuchter eingekerkert war, bevor er König Tiridates III. zum Christentum bekehrte (das Ereignis, das Armenien zur ersten christlichen Nation der Welt machte, im Jahr 301 n. Chr.). Aber die Aussicht ist das Hauptmerkmal: Der Ararat (5.137 m) erhebt sich direkt hinter dem Kloster, von ihm nur durch die türkische Grenze getrennt. Der große armenische Vulkan, 1920 an die Türkei verloren, beherrscht den Horizont in herzzerreißender, wunderschöner Nähe.

Rückkehr nach Eriwan. Übernachtung.

Tag 11: Noravank und die südlichen Landschaften

Ein längerer Tagesausflug südlich von Eriwan zum Noravank-Kloster – ein Klosterkomplex aus dem 13.–14. Jahrhundert in einer spektakulären Rotfelsschlucht, der wohl die schönste Einzelstätte Armeniens ist. Die zweigeschossige Kirchenfassade, in die Klippe gehauen, und die dramatischen Rotfelswände dahinter machen Noravank zu einem der großen Stücke mittelalterlicher Architektur im Kaukasus.

Rückkehr nach Eriwan am Nachmittag.

Tage 12–13: Rückkehr nach Georgien über die Grenze

Fahrt nordwärts von Eriwan zur georgischen Grenze (45 Minuten zum Bagratashen-Übergang). Grenzübertritt zurück nach Georgien.

Option A (direkt): Fahrt nordwärts nach Tiflis (3 Stunden von der Grenze) für 2 letzte Tiflis-Nächte und Abreise.

Option B (mit Zwischenstopp): Fahrt nach Borjomi (2 Stunden von der Grenze über die malerische Alawerdi–Achalziche-Route) für Thermalbäder und ein letztes Georgien-Erlebnis. Übernachtung Borjomi; Rückkehr nach Tiflis an Tag 14.

Tag 14: Tiflis-Abreise

Letztes Einkaufen, letztes Chatschapuri, letzter Bernsteinwein. Abflug vom Flughafen Tiflis International.

Georgien und Armenien vergleichen: Was man erwarten kann

Beide Länder auf einer Reise zu besuchen, lädt zum Vergleich ein. Die Unterschiede sind aufschlussreich und machen jedes Land interessanter, als es isoliert wäre:

Weinkultur: Georgien stellt seit 8.000 Jahren Wein in Kwewri-Tongefäßen her – die Bernsteinwein-Tradition ist wirklich einzigartig. Armeniens Weintradition ist in manchen Maßstäben älter (die älteste Weinproduktionsstätte der Welt, die Areni-1-Höhle, ist armenisch), aber die moderne armenische Weinszene ist jünger und kleiner als Georgiens. Beide probieren; sie sind unterschiedliche Stile mit verschiedenen Traubensorten und Produktionsphilosophien.

Essen: Georgisches Essen ist vielfältiger, kräuterintensiver und walnussintensiver als armenisches Essen. Armenisches Essen zeigt mehr persischen Einfluss – Granatäpfel, Lavash-Brot, Lamm mit getrockneten Früchten. Beide sind ausgezeichnet; sie sind unterschiedlicher, als man von Nachbarländern erwarten würde.

Architektur: Georgiens mittelalterliche Architektur wird von Kirchen und Festungen dominiert – Swetizchoweli, Dschwari, Ananuri, die Swanetien-Türme. Armeniens mittelalterliche Architektur ist ähnlich kirchendominiert, aber mit einer eigenen Ästhetik – der rote Tuffstein, die aufwendig geschnitzten Chatschkar (Kreuzstein)-Tradition, die Höhlenklosterkomplexe.

Stadtatmosphäre: Tiflis ist wärmer, chaotischer, weinbar-orientierter und touristischer entwickelt als Eriwan. Eriwan ist geordneter, café-orientierter, russischer in der Stadtplanung beeinflusst und hat eine spezifische Schwermut, die mit der armenischen Diaspora-Erfahrung verbunden ist.

Berglandschaft: Georgien gewinnt bei der Bergdramatik (Swanetien, Kasbegi, Tuschetien). Armeniens Berge sind höher als viele Besucher erwarten, aber ohne die dramatischen Turmdörfer, die Georgiens Berge charakteristisch machen.

Essensführer für den Kaukasus-Rundweg

Das Essen beider Länder verstärkt das kulinarische Erlebnis jedes Einzelnen:

In Georgien (Tage 1–5): Das vollständige georgische Erlebnis – Kwewri-Bernsteinwein, Chinkali, Chatschapuri in allen regionalen Stilen, die Supra-Tradition. Das Kachetische Familienweingutsmittagessen ist das definitive georgische Essenserlebnis.

In Armenien (Tage 6–11): Armenisches Brot (Lavash, an einer Tontopfwand gebacken) zum Frühstück; Chorovaz (armenisches Barbecue, Schweine- und Lammfleisch über Rebholzkohle) zum Abendessen; Sevan-Ischkhan-Forelle am Seetag. Armenischer Brandy (Cognac – die sowjetische und vorsowjetische Tradition des Ararat-Brandys ist echt und wert zu kosten) am Abend.

Der Kontrast: Georgisches Essen ist komplexer und kräutergeschichteter; armenisches Essen ist fleischbetonter und einfacher in der Zubereitung. Der Bernsteinwein aus Kachetien kontrastiert wunderschön mit den kräftigen Rotweinen aus Armeniens Areni-Region.

Praktische Hinweise

Grenzübertritt: Der Bagratashen/Bavra-Übergang zwischen Georgien und Armenien ist in der Regel effizient – typische Wartezeit 30–90 Minuten. Reisepass mitführen (nicht Personalausweis). Der Übergang ist 24 Stunden geöffnet. Gelegentlich längere Wartezeiten während Feiertagen.

Währung: Georgien verwendet den georgischen Lari (GEL); Armenien den armenischen Dram (AMD). Geld bei Banken oder Geldautomaten in jeder Hauptstadt wechseln – gute Kurse sind bei Bank-Geldautomaten erhältlich. Restliche GEL vor dem Grenzübertritt wechseln; Dram ist in Georgien schwieriger zu bekommen als in Armenien.

Sprache: Englisch wird in Eriwan weiter verbreitet gesprochen (insbesondere unter jüngeren Armeniern) als in vergleichbaren georgischen Städten außerhalb Tiflis’. Russisch ist als Backup in beiden Ländern bei älteren Generationen nützlich.

Fahren: Armenische Straßen sind in Tieflagengebieten allgemein in besserem Zustand als georgische Straßen, obwohl Bergwege variieren. Technisch ist ein internationaler Führerschein in Armenien erforderlich; in der Praxis wird ein heimischer Führerschein selten beanstandet.

Mietwagen: In Tiflis zu mieten und nach Armenien zu fahren erfordert die vorherige Genehmigung des Mietwagenunternehmens. Einige Unternehmen verbieten Grenzüberquerungen; andere erheben eine Grenzgebühr. Die Alternative ist, das georgische Mietfahrzeug in Tiflis zurückzugeben, mit dem Bus nach Eriwan zu fahren und ein separates armenisches Auto zu mieten.

Beste Jahreszeit: April–Oktober für den vollständigen Rundweg. Der Winter erschwert den Grenzübertritt und macht einige armenische Bergstätten weniger zugänglich.

Verwandte Leitfäden und Ressourcen

Beliebte Georgien-Touren auf GetYourGuide

Verifizierte GetYourGuide-Touren mit Direktlinks. Mit einer Buchung ueber diese Links erhalten wir eine kleine Provision ohne Mehrkosten fuer Sie.